Zum wachwerden erstmal nen artikel von etienne
Niemand mag Vögel. Vor allem mag niemand die Terroristen-Vögel, die morgens pfeifen und einen sanft aus dem Schlaf nerven. Ich liege auf dem Bauch. Zwei Decken, zwei Kissen und die Bettwurst. Ein längliches Kissen das wahlweise als Nackenstütze oder Partnerersatz genutzt werden kann. Verdammt. Ich hab den Vorhang nicht perfekt zugezogen. Irgendwo ist eine undichte Stelle. Ein Lichtstrahl fällt durch eben diese und trifft auf mein Auge. Ich merke, wie mein Traum mich verlässt. Ich war gerade dabei meinen Oscar von Eva Longoria überreicht zu bekommen und meine Dankesrede zu halten. Ich hätte so gerne Jack Nicholsons Reaktion auf meinen Gag gesehen. Aber nein, ein Loch im Vorhang beendet meine Hollywood-Karriere.
Meine Augen fühlen sich schwer an. Das Eine noch schwerer als das Andere. Als ob kleine Gewichte an meinen Augenlidern hängen. Ich bin wach. Die scheiss Vögel pfeiffen. Sie verspotten mich. Wenn ich könnte, würde ich jetzt den Baum fällen, auf dem sie Sitzen und lachen. Aber dazu müsste ich die Augen öffnen. Unmöglich. Wenn ich die Augen aufmache, dann ist der Schlaf offiziell beendet. Ich kann immer noch so tun, als ob ich nie aufgewacht wäre und darauf hoffen, dass ich wieder einschlafe. Die Vögel gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. Der Lichtstrahl scheint auch größer zu werden. Die Mächte der Dunkelheit wollen dass ich aufwache. Wieviel Uhr ist es überhaupt? Es fühlt sich wie 8:00 Uhr morgens an. Es könnte aber auch schon 12:00 Uhr sein. Ich greife mit geschlossene Augen zum Nachtisch. Irgendwo muss das scheiss Handy liegen. Da. Nein doch nicht. Es ist ein Hanuta. Hier! Das Handy. Ich klappe es auf und drehe meinen Kopf. Mit aller Kraft öffne ich mein linkes Auge einen kleinen Spalt. Licht schießt in sekundenschnelle durch mein Auge in mein Gehirn. Ich glaube ich zerfalle zu Staub! 7:32 Uhr. Drecks Vögel. Verdammte Sonne. Scheiss Vorhänge.
Ich liege weiter auf dem Bauch. Es ist defintiv zu früh um den Tag zu beginnen. Aber das Loch zwischen den Vorhängen muss geschlossen werden. Und jemand muss auf die Vöge schießen. Niemals. Wenn ich jetzt aufstehe, dann kann ich niemals mehr einschlafen. Ich ziehe die Decke über den Kopf. Es ist wieder dunkel und ruhig. Luft. Ich brauche frische Luft. Ich kann nicht lange unter der Decke bleiben. Ersticken oder zu Staub verfallen? Verdammt, die Entscheidung ist nicht einfach. Ich schiebe die Decke so weit zurück, dass sie Augen und Ohren noch bedeckt, aber die Nase frische Luft tanken kann. Sehr gut. Es funktioniert. Für einen Moment bemitleide ich Menschen mit kleinen Nasen. Menschen mit kleinen Nasen müssen jeden Morgen um 7:32 Uhr aufstehen.
Ich liege in meiner selbstkonstruierten Höhle. Wenn ich jetzt sofort wieder einschlafe, kann ich noch zwei Stunden schlafen. Vieleicht noch fünfzehn Minuten mehr, wenn ich nicht die Haare wasche. Ich könnte eine Cap aufsetzen. Das ist eine gute Idee. Wieder fünfzehn Minuten gewonnen. Warum schlafe ich nicht wieder ein? Ich denke dauernd an die 15 Minuten, die ich eben erwirtschaftet habe, aus denen jetzt allerdings nur noch 10 geworden sind, weil ich immer noch nicht wieder im Tiefschlaf bin. Konzentration. Wo war ich stehen geblieben. Oscar-Verleihung. Genau. Ich gehe auf Eva Longoria zu und nehme den Oscar. Es klappt nicht. Das fühlt sich nicht real an. Das sind einfach nur Gedanken, aber kein Traum. Wo ist die Bettwurst? Ich muss meinen Kopf stützen. Verdammt, wieder fünf Minuten rum. Ich werde nervös. Ich würde mich gerne auf die Seite drehen, aber dann würde die Festung zusammenbrechen, Licht auf mein Auge treffen und die Vögel mein Trommelfell zerstören. Ob Jack Nicholson mit Sonnenbrille pennt?
Die fünfzehn Minuten sind um. Super… Jetzt hab ich auch noch umsonst fettige Haare.
Ansonsten habe ich es wieder geschafft mir ne verwarnung einzufangen, jedoch hat weber nölkenhöner kiene zeit mehr aus der 4 noch ne 5 zu machen (sowieso schon notensprung). Jetzt verabschiedet sich noch unsere Englisch-Lehrerin und wir bekommen Frau Lührs in Englisch, die wohl für eine lustige Zeit sorgen wird (es sind keine Selbstversorger, sie versorgen sich selbst, das ist ein Unterschied), wohl aber auhc dafür dass wir das restliche Halbjahr nix mehr lernen werden. Dafür wird sich wohl der Büchervortrag erledigt haben, hi @ Tobi und Michel. Aufjeden fall werden wir morgen 2 Stunden zum Abschied mit frau Borchers frühstücken, was man auf der einen Seite als eine nette letzte Aktion für Frau Borchers sehen könnte, auf der anderen allerdings auch als einen ganz billigen Versuch irgendwie 2 Stunden ohne Arbeit zu überstehn…
AoD hier gegen
eGp durch. Da Verlieren zur Zeit aber anscheinend sowas von out ist, lösen sich Squads auf, sobald eine Maximalanzahl von Niederlagen überschritten wurde. Der Wc3-Squad von
pod freuen, die in der Relegation verloren haben und vielleicht auch noch